PRESSRELEASE_LOCAL_10022026_Unterfeld Energy Centre - Swisspearl

Swisspearl Medienmitteilung Energiezentrale Unterfeld

Energy center Unterfeld, Zug CH
Energiezentrale Unterfeld, Zug. Architekt: Lütjens Padmanabhan Architekt*innen Bild: Philip Heckhausen, Architekt, Photograph.

Hängende Gärten aus Faserzement

Die neue Energiezentrale in Zug nutzt Seewasser zur Produktion von Wärme und Kälte. Lütjens Padmanabhan Architekt*innen haben diesen rein funktionalen Industriebau mit einer Fassade aus leicht gekippten Swisspearl-Wellplatten umhüllt, in deren Zwischenräumen Pflanzen wachsen. Der vertikale Garten und die skulpturale Form machen das Gebäude zu einem wirkungsvollen Vermittler zwischen Siedlung und angrenzendem Naturschutzgebiet.

Die Energiezentrale Unterfeld in Zug ist das Herzstück der örtlichen Energieversorgung und stellt Wärme und Kälte für ein neu entstehendes Quartier bereit. Als Hauptenergiequelle dient das Wasser des Zugersees. In der Energiezentrale bringen Wärmepumpen die aus dem Seewasser gewonnene Wärmeenergie auf brauchbare Temperaturen, um sie dann weiter zu den Gebäuden im Quartier zu verteilen. Die neue Energiezentrale steht an der Schnittstelle zwischen einem Siedlungsraum und einem Landschaftsschutzgebiet. Da die Stadt Zug es nicht erlaubte, ein Industriegebäude in einer geschützten Landschaft zu platzieren, musste der Energieversorger einen Fassadenwettbewerb ausloben. Diesen gewannen die Zürcher Architekten Lütjens Padmanabhan zusammen mit Bischoff Landschaftsarchitektur mit der Idee eines vertikalen Gartens.

Faserzement – kulturell in der Region verankert

Grau glänzende, gewellte Faserzementplatten von Swisspearl umhüllen den Betonkubus. An den offenen Fassadenecken ist die Stahlkonstruktion, auf der die Platten befestigt sind, sichtbar. Gerade hier wird die Ambivalenz zwischen den dünnen, leichten Faserzementplatten und dem massiven Betonkörper deutlich. „Wir haben uns für Wellplatten entschieden, da dieses Material stark mit landwirtschaftlichen und industriellen Bauten verbunden ist, es ist lokal und kulturell in der Schweiz verankert. Es hat auch eine ambivalente Erscheinung: Mal wirkt es wie Metall, mal zeigt es eine zementöse Oberfläche“, erklärt Architekt Oliver Lütjens von Lütjens Padmanabhan Architekt*innen.

Die Fassadenplatten sind geneigt und in mehreren zurückspringenden Reihen angeordnet. Zwischen den Plattenreihen sind Pflanzentröge eingehängt, aus denen Pflanzen wie aus Felsspalten wachsen und an der Fassade herunterhängen. Auf etwa zwei drittel Höhe des Gebäudes kippen die Platten dann plötzlich in die Gegenrichtung, sodass sich das Gebäude trichterförmig dem Himmel öffnet. „Wie eine Gottesanbeterin, die auf Regen wartet. Architektonisch verbindet sich das Gebäude mit dem Himmel und es wirkt symbolisch, als warte es auf Regen“, erklärt Architekt Oliver Lütjens.

Hängende Gärten

Die Architekten haben sich vom Kreislauf des Wassers inspirieren lassen. Das Wasser wird oben am Dach gesammelt, über die Pflanzentröge nach unten geleitet und schliesslich über den Boden wieder in den Fluss und zurück in den Zugersee geführt. Die Fassade ist in enger Zusammenarbeit mit Bischoff Landschaftsarchitektur entstanden, die die Pflanzen jeweils passend zur Exposition der Fassade auswählten.

Energy center Unterfeld, Zug CH
Energy center Unterfeld, Zug CH

Nicht nur das wachsende Grün, auch die wellenförmigen Platten tragen zur Lebendigkeit bei: Mal werfen sie Schatten, mal leuchtet das Material und bildet einen schönen Kontrast zum üppigen Grün. Dazu wählten die Architekten das Produkt Ondapress-57 von Swisspearl, gewellte Faserzementplatten mit einer Wellenhöhe von 57 mm und einer Reflex-Beschichtung aus. Da die Platten mit einem Abstand zur Betonfassade montiert sind und die Konstruktion nach oben offen ist, wird auch die Rückseite der Platten beregnet. Um Ausblühungen und mögliche Verformungen der Platten zu verhindern, wurde auch die Rückseite mit einem Farbauftrag beschichtet.

Die Energiezentrale liegt nicht nur am Rande eines Naturschutzgebiets, sie liegt auch an einer Bahnstrecke. Wer öfters mit dem Zug von Zürich nach Mailand fährt, kann vom Fenster aus beobachten, wie sich das Gebäude und sein Bewuchs mit den Jahreszeiten wandeln.

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