Wärme-Regen-Wechsel-Prüfung: Nach 50 Zyklen, bei denen die PV-Module während 2 Std. 50 Min. einer dauerregenähnlichen Benetzung von 2.5l/(m2 x min) und nach 10 Min. Pause während weiteren 2 Std. 50 Min. einer Temperatur von 70 +_ 5 Grad C ausgesetzt wurden, d.h. nach 50 Mal 6 Stunden extrem starkem Regen und grosser Hitze, dürfen keine sichtbaren Risse, Delaminierungen oder sonstige Mängel in einem so starken Mass aufgetreten sein, dass ihre Gebrauchstauglichkeit beeinträchtigt ist. Verformung und Durchbiegung werden durch Sichtprüfung bewertet.
Sacktest: Hier geht es um die Durchbruchsicherheit eines Daches, d.h. wenn ein Mensch auf dem Dach stürzt, umfällt, darf das Dach nicht einbrechen auch wenn hier ein grosses Gewicht zu halten ist. Die Schlagfestigkeit wird bestimmt indem ein kugelzylindrischer Sack eine Masse von 50 kg aus einer Höhe von 120 cm in die Plattenmitte eines gegebenen Prüfaufbaus senkrecht fallen gelassen wird und die Dauer gemessen wird, für die dieselbe Platte dem Sack standhält. Die erzeugte Energie bei 120 cm und 50 kg beträgt 588 Joule, das entspricht der Energie die freigesetzt wird, wenn eine erwachsene Person von ca. 80 kg aus dem Stand umfällt. Das Modul hält einer Fallhöhe von 200 cm und einem 50 kg-Sack problemlos stand und ist daher problemlos zu Wartungszwecken begehbar. Wichtig ist, dass auch das Modul selbst keinen Schaden nimmt, wenn eine oder mehrere Personen darauf herumlaufen!
Pendelschlag: Ziel dieses Test ist, das Modul so stark zu belasten, dass es zum Bruch kommt und anschliessend die Resttragfähigkeit des Systems nach Beschädigung zu überprüfen, denn Fassadensysteme dürfen sich nie aus der Befestigung/Halterung lösen und herunterfallen. Das Pendel mit einer Masse von 50 kg wird aus der Fallhöhe von 190 cm auf das Solarmodul geschwungen. Die Aufprallenergie erreicht 196 Joule!